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Fachmarktzentren als Anlageklasse für Stiftungen

Bremen, April 2019. Erstmals seit fünf Jahren wächst die Anzahl der Neugründungen für Stiftungen in Deutschland. 2018 stieg die Gesamtanzahl der deutschen Stiftungen auf rund 22.743 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts an. Trotz der positiven Entwicklung der Neugründungen sichern und vermehren die wenigsten Stiftungen ihr Vermögen. Lediglich 46 Prozent erwirtschaften mit ihrem Vermögen einen positiven Ertrag.

 

Zum Schutz und Ausbau des Vermögens ist derzeit die Anlageklasse der Fachmarktzentren stark nachgefragt. Da der deutsche Markt für investmentfähige Immobilien in A-Städten weiterhin sehr begrenzt ist, rücken Fachmarktzentren in B-Städten wie Bremen immer stärker in den Fokus von institutionellen Anlegern und Stiftungen. Nicht nur kleinere Objekte in Stadtteilquartierlagen, auch größere Zentren in ländlichen Gebieten werden zunehmend beliebter. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten bieten etablierte Fachmarktzentren eine hohe Wertstabilität und versprechen attraktive Renditen. Sie sind durch starke Ankermieter aus dem Lebensmitteleinzelhandel sicher im Ertrag. Nur rund ein Prozent des Lebensmittelumsatzes wird online umgesetzt. Non-Food-Discounter ergänzen das Angebot häufig mit langfristigen – teils über 15 Jahre – Mietverträgen, stabilen Mieten und guten Bonitäten. Fachmarktzentren, die umfassend modernisiert werden, verfügen über ein enormes Mietsteigerungspotenzial, eine steigende Anzahl an potenziellen Mietern sowie eine deutliche Erhöhung der gesamten Angebotsvielfalt bei gleichzeitig verbesserter Aufenthaltsqualität. Auch kleine Zentren sind aufgrund des geringen Verwaltungsaufwandes als Kapitalanlage bestens geeignet.

 

Aktuell benötigen rund 30 Prozent aller Fachmarktzentren und Shopping-Center in Deutschland eine proaktive Management-Strategie. Die Anforderungen und Kundenbedürfnisse ändern sich aufgrund der Marktentwicklung kontinuierlich – da ist ein ganzheitlicher Beratungsansatz für Investoren enorm wichtig. In den nächsten zehn Jahren stehen Refurbishments deutlich im Vordergrund und es wird kaum Objekte auf dem Markt geben. Denn das vielerorts restriktive Baurecht verhindert Neuentwicklungen, sodass die bestehenden Fachmarktzentren an Attraktivität und im Wert weiter steigen werden.

 

Uwe Trocha, Leiter Verbrauchermärkte und Discounter bei der Robert C. Spies Gewerbe und Investment GmbH & Co. KG