NEWS

INVESTOREN SCHWENKEN UM: FACHMÄRKTE STARK IM FOKUS

April 2019. Die Attraktivität von Einzelhandelsimmobilien ist stark von allgemeinen Konsumtrends abhängig. So gelten zum Beispiel Event- und Gastronomieangebote gegenwärtig oftmals als „Retter“ für die Beliebtheit des stationären Handels gegenüber dem Onlinehandel. Gleichzeitig drängt aber eben dieser mit Outlets und Showrooms selbst in die Innenstädte. Uwe Trocha und Christoph-A. Böhme kennen die aktuellen Entwicklungen gut und beraten Investoren hingehend einer bestmöglichen Nutzung ihrer wertorientierten Anlage.

 

NACH WIE VOR BLEIBT DER STATIONÄRE HANDEL DER HAUPTVERTRIEBSWEG FÜR EINZELHÄNDLER. KÖNNEN SIE DENNOCH AUSWIRKUNGEN DER SICH WANDELNDEN KUNDENVORLIEBEN AUF DIE LAGEN BEOBACHTEN?

Christoph-A. Böhme: Auf jeden Fall, denn wir sehen auf Investorenseite eine klare Entwicklung von Immobilien in 1A-Lagen hin zu Investments in Fachmarktzentren. Die Anlageklasse der Fachmarktimmobilien wurde in der jüngsten Vergangenheit von vielen Immobilieninvestoren eher zurückhaltend wahrgenommen – durchaus auch aufgrund einer unterdurchschnittlichen Medienpräsenz. Aktuell sind Fachmärkte jedoch bundesweit stark im Fokus. Nicht nur kleinere Objekte in Stadtteilquartierlagen, auch größere Zentren in ländlichen Gebieten werden immer beliebter.

 

WAS SIND DIE GRÜNDE FÜR DIESE NEUE BELIEBTHEIT? 

Uwe Trocha: Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Fachmarktzentren sind vor allem durch starke Ankermieter aus dem Lebensmitteleinzelhandel sicher im Ertrag. Non-Food-Discounter ergänzen das Angebot häufig mit langfristigen – teils über 15 Jahre – Mietverträgen, stabilen Mieten und guten Bonitäten. Zudem sind viele Fachmarktzentren in sehr etablierten Handelslagen derzeit am Markt verfügbar. Vor allem aber gibt es spannende Entwicklungsmöglichkeiten. Denn ca. 30 Prozent der bestehenden Fachmarktzentren müssen in Kürze refurbished werden. Häufig werden diese Zentren bei Handlungsbedarf jedoch verkauft, obwohl die Wertschöpfung nach einer Revitalisierung deutlich interessanter ist. Grundsätzlich kann von 5 bis 7 Prozent Rendite pro Jahr bei der Kapitalanlage in Fachmarktzentren gesprochen werden. Zudem ist der Verwaltungsaufwand gerade bei kleineren Formaten geringer.

 

DIESE CHANCEN ZU ENTDECKEN GEHÖRT ZU IHREM BERATUNGSANGEBOT. IN WELCHEN BEREICHEN BEGLEITEN SIE INVESTOREN AUSSERDEM?

Uwe Trocha: Wir beraten unsere Kunden auch dabei, das dann anstehende Refurbishing zu planen, zu konzeptionieren und letztlich umzusetzen. Die Anforderungen und Kundenbedürfnisse haben sich aufgrund der Marktentwicklung verändert – da ist unser der ganzheitliche Beratungsansatz für Investoren enorm wichtig. In den nächsten zehn Jahren stehen Refurbishments deutlich im Fokus und es wird nur äußerst wenig neue Objekte auf dem Markt geben. Ferner benötigen rund 30 Prozent aller Fachmarktzentren und Shopping-Center in Deutschland eine proaktive Management-Strategie.

Christoph-A. Böhme: Das Transaktionsmanagement, die Entwicklung von individuellen Vermarktungsstrategien, die nachhaltige Gesamtkonzeption für die Vermietung sowie die Standortakquisition und Expansionsberatung als essentielle Bestandteile gehören nach wie vor auch zu unseren Beratungsschwerpunkten – nicht nur bundesweit, sondern in Teilen auch außerhalb Deutschlands. So begleiten wir beispielsweise aktuell in Dänemark Markteintritte deutscher Handelsunternehmen.