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Rekordergebnis: Flächenumsatz auf dem Bremer Logistikmarkt steigt um 87 Prozent

Bremen, März 2019. Der Flächenumsatz auf dem Markt für Logistik- und Industrieflächen (Verkauf und Vermietung) in Bremen und dem direkten Umland hat in 2018 ein Rekordergebnis erzielt. Mit rund 284.000 Quadratmetern fiel der Flächenumsatz um 87 Prozent höher aus (2017: 152.000 Quadratmeter). Maßgeblich dazu beigetragen haben Neubauprojekte, die sich in 2017 alle noch in der Planungsphase befanden, im vergangenen Jahr dann realisiert und somit auch erst statistikwirksam wurden. Die zwei größten Flächenumsätze waren daher ebenfalls Neubauentwicklungen: Eine Halle mit 24.000 Quadratmetern zur Eigennutzung des Logistikunternehmens LIT aus Brake im Güterverkehrszentrum (GVZ) und eine Hallenprojektierung mit Quadratmetern von Mercedes als Mietobjekt im Gewerbegebiet Hansalinie.
Regional konzentriert sich die Nachfrage mit 80 Prozent auf Bremer Gewerbegebiete – hauptsächlich auf das GVZ und die Hansalinie, in denen zusammen mit einem Anteil von 47 Prozent fast die Hälfte aller Flächenumsätze registriert wurden. Während im GVZ hauptsächlich Logistikflächen zu finden sind, ist die Hansalinie durch die Automotive-Branche geprägt. Hier wurden durch Mercedes und Zuliefererunternehmen neue Flächen nachgefragt, da durch eine Modellumstellung bei Mercedes zusätzlicher Flächenbedarf notwendig wurde. Im Umland wurden 20 Prozent aller Flächenumsätze registriert.


Leerstandsquote unter einem Prozent
Mit einer Leerstandsquote von unter einem Prozent und einer weiter sinkenden Tendenz ist das Angebot an geeigneten Flächen nach wie vor äußerst begrenzt. Spekulative Neubauentwicklungen kommen nur zögerlich auf den Markt, werden aber nach wie vor gut angenommen. Die Kompromissbereitschaft der Nutzer hat aufgrund des Nachfragedrucks weiter stark zugenommen – so wurden auch „nicht passende“ Flächen zunehmend absorbiert. Die Flächenknappheit in Verbindung mit der hohen Nachfrage hat zu einem weiteren Anziehen der Mieten geführt. Die Spitzenmiete (ohne Sonderbauten) liegt gegenwärtig bei 4,60 Euro pro Quadratmeter.


Das Marktgeschehen wird auch 2019 lebhaft weitergehen. Aufträge aus der Automotive-Branche und einige Spekulativbauten werden wieder für ein sehr gutes Jahresergebnis sorgen. Die 200.000 Quadratmetermarke wird 2019 wieder überschritten, das Rekordergebnis von 2018 jedoch voraussichtlich nicht erreicht.